Vom Saulus zum Paulus

oder

wie ich zum

Datenschützer wurde

Reinhard-Lößl

Reinhard F. Lößl, Handelsfachwirt IHK

Vom Saulus zum Paulus

oder

wie ich zum

Datenschützer wurde

Reinhard-Lößl

Reinhard F. Lößl, Handelsfachwirt IHK

Vom „Saulus zum Paulus“ – das sagt man von Menschen, die ihre Meinung aufgrund von Erfahrungen oder Erlebnissen grundlegend verändern.

So ähnlich ging es mir im Jahr 2018. Mein Name ist Reinhard Lößl, ich bin Handelsfachwirt IHK, verheiratet, vier Kinder und wohne im schönen Bad Tölz. Nach über 20 Jahren als Trainer, Coach und Geschäftsführer mehrerer GmbHs bei der WWK Unternehmensgruppe habe ich mich 2013 als Digitalisierungscoach selbständig gemacht.

Sowohl bei der WWK als auch danach als selbständiger Coach hatte ich von dem BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) zwar gehört,  aber so richtig interessiert hat es mich eigentlich nicht.

Und dann kam im Mai 2018 die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung). Ein EU-Gesetz, das in allen 27 Mitgliedstaaten der EU Gültigkeit hat. Der Datenschutz hatte auf einmal einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Verstöße gegen den Datenschutz waren nun keine Lappalie mehr, sondern konnten richtig teuer werden – ein befreundeter Unternehmer bekam das schmerzhaft zu spüren. Also fragte ich bei meinem Berufsverband nach, was ich denn so tun müsste. Leider musste ich feststellen, dass die für mich zuständigen Mitarbeiter noch weniger wussten als ich selber – wie so oft bei den Verbänden.

Und so beschloss ich für mich selber eine Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten zu machen; bei einem der führenden Datenschutzanwälte in Deutschland. Das Thema hat mich nun auf einmal doch mehr interessiert als zunächst vermutet. Anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis wurde mir auf einmal bewusst, wie wichtig für jeden Einzelnen sein informationelles Selbstbestimmungsrecht ist. Sprich das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.

Im Rahmen meiner Zertifizierung zum Datenschutzbeauftragten habe ich dann ebenfalls erfahren, dass es in Deutschland 16 Aufsichtsbehörden gibt – eine für jedes Bundesland. Für uns in Bayern ist „Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht“ mit Sitz in Ansbach bei Nürnberg zuständig. Dieses BayLDA hat einen Fragebogen veröffentlicht, den es bei angezeigten Datenschutzverstößen an die betroffenen Firmen versendet.

Diesen Fragebogen habe ich nun als Grundlage genommen für mich einen Ordner mit Dokumenten anzulegen, die zur Beantwortung des Fragebogens notwendig sind. So entstand mein eigener Datenschutzordner als Coach. Das haben natürlich Kunden und Kollegen mitbekommen und mich gefragt, ob ich nicht auch für Sie so einen Datenschutzordner erstellen möchte.

Und so bin ich heute Datenschutzcoach für Selbständige und kleine Unternehmen.